Logopädie

Logopädie

SP1 (Therapie 2x wöchentlich, je 45 Minuten)

Die Sprachstörung ist gekennzeichnet durch grammatikalische Probleme. Die Kinder erlernen hier den Umgang mit Flexionsformen (ich gehe – du gehst – er geht), der Bildung von Zeiten (gehen – ging – gegangen) und der Fallbildung (Nominativ – Genitiv – Dativ – Akkusativ). Aufgrund der Unsicherheiten im Satzbau und des schwach ausgeprägten Wortschatzes werden die Wortstellung im Satz und die Begriffe aus den passenden semantischen Feldern beübt.
Das auditive Training verbessert die Merkfähigkeit für längere Sätze und Aufforderungen. Außerdem werden die typischen Lautbildungsfehler behoben (Verwechslung von „t-d“ und „k-g“, „f-w“ und „s-sch“).

SP3 (Therapie 1-2x wöchentlich, je 45 Minuten)

Hier liegt eine Sprechstörung vor, d.h. eine Störung der Lautbildung. Zur korrekten Lautbildung müssen sich die Artikulationsorgane entsprechend koordinieren. Grundlage dafür ist eine ausgebildete Mund- und Zungenmuskulatur. Diese wird zunächst durch verschiedene Übungen gekräftigt.
Im Anschluss daran werden die Laute korrekt angebahnt und bis zum Transfer in die Spontansprache gefestigt. Ergänzend wird ein auditives Training durchgeführt, bei dem ähnliche Laute voneinander unterschieden werden.

SP4 (Therapie 1-2x wöchentlich, je 45 Minuten)

Die Sprachstörung wird in diesem Fall durch eine angeborene oder erworbene Hörstörung hervorgerufen. Die Artikulation der Betroffenen ist meist undeutlich und verwaschen, so dass die Präzisierung der Lautbildung in der Therapie im Vordergrund steht.

RE1 (Therapie 1-2x wöchentlich, je 45 Min.)

Im Bereich Stottern wird zwischen tonisch und klonisch unterschieden. Tonisches Stottern geht einher mit Verkrampfungen im Gesichts- und Halsbereich, Mitbewegungen der Hände und Füße sowie mit Ticks. Beim klonischen Stottern treten die typischen Laut-, Silben- und Wortwiederholungen auf. Diese Art des Stotterns ist „lockerer“ und weniger verkrampft als das tonische Stottern. Die Therapie vereint einen psychotherapeutischen Ansatz (Akzeptanz des Stotterns und der eigenen Person, bewusstes Stottern ohne Vermeidungsstrategien) mit Atem- und Sprechtechniken. Ziel ist es, das Stottern so weit wie möglich abzubauen und mit den Unflüssigkeiten umgehen zu können.

ST1 / ST2 / ST3 / ST4 (Therapie 2x wöchentlich, je 45 Minuten)

Die Störung der Stimme hat verschiedene Ursachen und Auswirkungen. Operationen (v.a. an der Schilddrüse), Traumata oder starken Erkältungen können die Stimme schädigen. Auch der dauerhaft falsche Gebrauch der Stimme führt zu stimmlichen Einschränkungen wie Heiserkeit, eingeschränkter Belastbarkeit, Räusperzwang oder Stimmlosigkeit. Mit Hilfe von Atem- und Stimmübungen wird die Stimmgebung wieder normalisiert; die Stimme ist danach klangvoller und belastbarer.

SP5 (Therapie 2x wöchentlich, je 45 Minuten)

Diese Sprachstörung wird Aphasie genannt und tritt nach Schlaganfällen, bei Hirntumoren oder nach Operationen am Gehirn auf. Sie ist gekennzeichnet durch den kompletten Verlust der Sprache, durch Artikulationsstörungen, Ausfälle im Lesen, Schreiben und Verstehen. In der Therapie werden die verschiedenen Modalitäten aktiviert. Die Kommunikationsfähigkeit wird so weit wieder hergestellt, wie es diese schwere Erkrankung zulässt.

SP6 (Therapie 2x wöchentlich, je 45 Minuten)

Diese Sprech- und Schluckstörung tritt auf bei M. Parkinson, Multipler Sklerose und Amyotropher Lateralsklerose. Sie ist gekennzeichnet durch Ausfälle der Nerven, die die Artikulations- und Schluckorgane innervieren. Gesichts-, äußere und innere Mundmuskulatur (Lippen, Zunge, Gaumen, Rachen) sind zu schwach, um die Artikulationsbewegungen präzise ausführen zu können oder um Nahrung zu zerkleinern und zu transportieren. Schwerpunkt der Therapie ist daher die Kräftigung der betroffenen Muskulatur, Artikulationsübungen und die Behandlung der Schluckstörung.